Magic of the Dance


Die berühmteste Opernsängerin der Gegenwart

Montserrat Caballé

Montserrat Caballé, heute eine der bedeutendsten Sängerinnen unserer Zeit, stammt aus Barcelona und begann ihre Ausbildung bereits mit 13 Jahren am Konservatorium ihrer Heimatstadt. Dort arbeitete sie mit Eugenia Kemmeny, Napoleone Annavazzi und Conchita Badia, bevor sie ihre Ausbildung in Mailand abschloß. 1956 debütierte sie als Mimi in Puccinis „La Boheme“ am Stadttheater in Basel, dessen Ensemble sie bis 1959, dem Jahr, in dem sie bereits als „Salome“ an der Wiener Staatsoper debütierte, angehörte. Einem weiteren dreijährigen Engagement am Stadttheater in Bremen folgte 1962/63 eine Konzerttournee durch Mexiko und ein Gastspiel an der Oper von Mexico City. 1963 kehrte Montserrat Caballé zu einem erfolgreichen Gastspiel an das Grand Teatro del Liceu nach Barcelona zurück. Als sie 1965 ohne vorherige Probe in einer konzertanten Aufführung von Donizettis „Lucrezia Borgia“ in der New Yorker Carnegie Hall für Marilyn Horne einsprang, konnte sie Publikum und Presse gleichermaßen im Sturm erobern. Im gleichen Jahr, das den Beginn ihrer unvergleichlichen internationalen Karriere bedeutete, sang sie beim Glyndebourne-Festival die Gräfin in Mozarts „Le Nozze di Figaro“ sowie die Marschallin im „Rosenkavalier“ von Richard Strauss und folgte einem Ruf an die „Met“, wo sie als Margarete in Gounods „Faust“ debütierte. Seither feierte sie an diesem traditionsreichen Opernhaus und an allen großen Bühnen der Welt mit der schier unerschöpflichen Vielfalt ihres Repertoires und ihrer souveränen Beherrschung der Gesangstechnik Triumphe. Gastspiele an der Covent Garden Opera London, an der Grand Opéra Paris, am Teatro Colón von Buenos Aires, an der Oper von Rio de Janeiro, am Tetro Liceu in Barcelona und am Teatro San Carlos in Lissabon brachten glänzende Erfolge. Darüber hinaus gastierte Montserrat Caballé regelmäßig an der Mailänder Scala und den führenden Opernhäusern Italiens, an der Wiener Staatsoper, der Hamburgischen Staatsoper, in San Francisco und Chicago, dazu am Bolschoi-Theater Moskau, in Zürich, Genf und Budapest. Zu ihren legendären Interpretationen an der Mailänder Scala gehörten vor allem ihre Darstellungen von Norma, Tosca und den Titelheldinnen in „Lucrezia Borgia“ und Maria Stuarda“ von Donizetti.

Montserrat Caballé erwarb sich große Verdienste um die Wiederbelebung der gesangstechnisch anspruchsvollen, vergessenen Belcanto-Opern von Bellini, Rossini und Donizetti. Immer wieder stellte die Sopranistin darüber hinaus ihr vielseitiges Repertoire unter Beweis: 1979 sang sie an der „Met“ die Titelrolle in Cileas „Adriana Lecouvreur“, 1983 beim Festival von Perugia die Hypermestra in „Les Danaides“ von Antonio Salieri, 1986 in Verona die Maddalena in Giordanos „Andrea Chenier“ und in Rom die Titelpartie in „Agnese die Hohenstaufen“ von Spontini. 1987 hörte man sie in Pesaro in Rossinis „Ermione“ und in Barcelona als Saffo in der gleichnamigen Oper von Giovanni Pacini. Die Mme. Cortese in Rossinis „Il Viaggio a Reims“ sang sie 1988 an der Wiener Staatsoper und 1992 an der Londoner Covent Garden Opera. 1990 trat sie in Barcelona in Respighis „La Fiamma“ auf, ein Jahr später in „Salome“ von Richard Strauss. 1992 erreichte Montserrat Caballé mit den spektakulären Eröffnungskonzerten der Weltausstelung von Sevilla und der Olympiade von Barcelona ein Millionenpublikum.

Glanzvolle Höhepunkte ihrer Karriere als Lied- und Oratoriensängerin waren 1987 ein Liederabend bei den Salzburger Festspielen sowie 1994 ein Konzert im Vatikan vor Papst Johannes Paul II. Die Leuchtkraft ihrer Stimme und die hohe Musikalität der Stimmführung kennzeichnen jede Interpretation von Montserrat Caballé, die immer wieder wegen der unerschöpflichen Vielseitigkeit ihres künstlerischen Gestaltungsvermögens bewundert wird.


Manuel Burgueras / Piano

Manuel Burgueras studierte Klavier am National Conservatory in Buenos Aires und begann seine Karriere zunächst als Solist. Zudem widmete er sich mit Guillermo Opitz, Erik Werba und Paul Schilawsky der Kammermusik und Liedbegleitung. Er saß bei den Gesangsmeisterklassen von Aldo Baldin und Maria Niles und bei Gesangswettbewerben von Montserrat Caballé, Francisco Vinas, dem Bayerischen Rundfunk und s’Hertogenbosch am Flügel. Er gastierte mit bedeutenden spanischen Solisten in Lissabon, Coimbra und Budapest. Außer seinen zahlreichen Auftritten in ganz Spanien war er Professor für Repertoire am Konservatorium von Guadalajara.
Als Begleiter von Montserrat Caballé und Montserrat Martí hat er seit 1991 an den Opernhäusern von Zürich, Rom und London gespielt und ist in Konzerthäusern und Theatern in Wien, New York, Madrid und Barcelona sowie in Buenos Aires, Berlin, München, Frankfurt und Salzburg aufgetreten.



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