Magic of the Dance


JEDERMANN

Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes!

„Jedermann“ ist großes Welttheater, eine moralische Parabel mit aktuellem Anspruch - wie sonst ist die über Jahrzehnte ungebrochene Strahlkraft zu erklären? In Salzburg alljährlich trotz vieler Vorstellungen dreifach überbucht, fasziniert dieser Klassiker ein breites Publikum vor allem durch seine einprägsame Geschichte des selbstsüchtigen reichen Mannes, der im Augenblick seiner letzten Stunde von Allen verlassen wird und die Wertlosigkeit seiner Besitztümer erkennt.
Die Geschichte des „Jedermann“ lässt sich bis in das siebte Jahrhundert zurückverfolgen. Aber erst durch das 1911 von v. Hofmannsthal geschriebene Stück wurde eine über den Konfessionen stehende Interpretation gefunden, in der die mittelalterlichen Züge in den Hintergrund treten, und das Allgemeinmenschliche hervortritt: Sein „Jedermann“ wird schuldig, weil er nicht bereit ist, eine höhere Ordnung anzuerkennen.

Die Uraufführung des „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal fand 1911 im Zirkus Schumann in Berlin statt, d.h. nur ein paar Straßen von der heutigen Spielstätte entfernt - an der Weidendammer Brücke - brachte der legendäre Max Reinhardt den Hofmannsthal-Text erstmalig auf die Bühne. 5000 begeisterte Zuschauer feierten die Premiere und deren Regisseur. Auf der Besetzungsliste fanden sich so bedeutende Namen wie Ernst Lubitsch und Paul Wegener.

An diese Tradition anknüpfend realisierte die Star Entertainment GmbH am Schloss Herrenchiemsee in den Sommern 2004 und 2005 zwei verschiedene, prominent besetzte „Jedermann“- Inszenierungen.Im Jahre 2004 gastierte dort die in Zusammenarbeit mit der Regisseurin und Schauspielerin Brigitte Grothum produzierte „Jedermann“- Inszenierung mit einigen der namhaftesten Schauspielern des deutschsprachigen Raumes, unter anderem mit Peter Sattmann, Jenny Elvers-Elbertzhagen und Brigitte Mira, die trotz ihres biblischen Alters von 94 Jahren eigens für die Aufführung am Schloss Herrenchiemsee die Rolle der Mutter auf der Bühne spielte. 2005 überzeugte die Produktion von Peter Willy Willmann, welche schon im Jahr 2004 erfolgreich bei den "Thurn und Taxis Schlossfestspielen" in Regensburg zur Aufführung gebracht wurde. Die Inszenierung war nicht nur um eine möglichst präzise Authentizität bemüht, sondern wurde durch Künstler wie Christine Neubauer auf ein künstlerisches Niveau gehoben, die den Vergleich mit Salzburg längst nicht mehr zu scheuen braucht. Gespielt wurde in den originalen Kostümen aus Salzburgs Jedermann - Inszenierung des Jahres 1959 (u.a. mit Senta Berger und Will Quadflieg).

 







 

 


 

 

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