BERLIN - Star Entertainment ist ein internationales Entertainment-Unternehmen in den Bereichen Show, Film und Management.

Zu den selbst entwickelten Produktionen gehören u.a. die Internationale Charity-Filmgala "Cinema for Peace" zu Gunsten von UNICEF, die am 11. Februar 2002 im Berliner Konzerthaus Premiere feierte. "Cinema for Peace" wird jährlich im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin veranstaltet und hat sich nach nur sechs Jahren als wichtige internationale Friedensgala etabliert. Weiterhin gehören die irische Stepptanzshow "Magic of the Dance", "The Black Gospel Singers", die Londoner Show "Abbafever" und die offiziellen "World Football Concerts 2006" zu den Eigenproduktionen. Die "World Football Concerts" wurden von Star Entertainment mit Unterstützung des Organisationskomitees der FIFA anlässlich der Fußball Weltmeisterschaft 2006 durchgeführt und brachten dabei nationale und internationale Stars aus Pop und Klassik, wie die Söhne Mannheims, Anna Maria Kaufmann, Hayley Westenra u.v.m. unter dem Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" zusammen.

Star Entertainment gründete Festspiele wie " Festival unter Sternen Herrenchiemsee" und die "Burgfestspiele Königstein/Frankfurt", betreibt die "Wörterseefestspiele" und produziert die Open-Air Opern "Nabucco", "Aida", "Die Zauberflöte" und "Carmen", sowie 2007 erstmals "Herr der Ringe - in concert". Die Musicals "Evita" und "Jesus Christ Superstar" wurden in Kooperation mit Andrew Lloyd Webber erfolgreich neu inszeniert. 2007 Die produzierten Shows werden weltweit in Städten wie Paris, London, Wien, Barcelona und Rio de Janeiro aufgeführt. Die irsche Stepptanzshow "Magic of the Dance" ist die derzeit an den meisten Spielorten weltweit gastierende Show. 2003 wurde Star Entertainment erstmals als Filmverleiher auf dem deutschen Markt tätig: für den "Oscar"-prämierten Anti-Kriegs-Film "No Man`s Land" des bosnischen Regisseurs Danis Tanovic.

Star Entertainment produziert, veranstaltet und vermittelt. Darüber hinaus entwickelt sie spezifische Marketingkonzepte und leistet eigenständige Medienarbeit.

Der Gründer und Inhaber von Star Entertainment Jaka Bizilj wurde am 8. Dezember 1971 in Ljubljana, Slowenien geboren. Nach der Gründung einer Medienagentur folgten Abitur, Studium, Konzerterfahrungen mit Künstlern wie Andrea Bocelli oder den Backstreet Boys und kleinere Beteiligungen an Film-Produktionen wie "Mission Impossible II" oder "Shaft". 1999 gründete er Star Entertainment, im Folgejahr Star Entertainment International Limited mit Sitz in London. Jaka Bizilj legt bei seiner Tätigkeit als Produzent besonderen Wert auf soziales Engagement. Er nutzt seine Möglichkeiten, die Probleme der Welt aufzuzeigen und ganz gezielt mediales und soziales Interesse weltweit zu erzeugen. So organisierte Jaka Bizilj 2005 den Berliner Teil des legendären "Long Walk to Justice" nach Edinburgh zur Unterstützung der "Live 8" Konzerte von Bob Geldof. Alljährlich zeigt er sein Engagement bei Wohltätigkeitsinititativen, z.B. als Co-Gastgeber der "AMFAR"-Gala in Cannes 2006 an der Seite von Liz Taylor, Sharon Stone und Harry Weinstein. Darüber hinaus unterstützt er seit einem Besuch beim Dalai Lama Aktivitäten zur Bewahrung der Kultur Tibets und der Richard Gere Foundation "HEALING THE DIVIDE". Seit 2006 ist er Mitglied in der Clinton Global Initiative. Nach einem persönlichen Besuch bei Nelson Mandela unterstützt er ebenfalls verstärkt das UNICEF-Projekt "Schulen für Afrika".

 

An die Kraft einer Idee glauben

„Cinema For Peace“-Gründer Jaka Bizilj über die Entwicklung seiner Initiative / Serie „G8-Gipfel und Kultur“, Teil 2
HEILIGENDAMM In der in Deutschland gegründeten Initiative „Cinema For Peace“ engagieren sich Film- und Musikstars für eine gerechtere Welt. Im Gespräch äußert sich ihr Gründer Jaka Bizilj über das Verhältnis von Kunst und Politik anlässlich des G8-Gipfels in Heiligendamm.

Herr Bizilj, was hat zur Gründung der Initiative „Cinema For Peace“ geführt?

Bizilj: Sie entstand direkt nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Bis dahin dachte man immer, so was könne nur ganz weit weg passieren. Es wurde sehr schnell deutlich, dass gerade die Künstler etwas ausdrücken können, was die Politiker nicht können. Dafür wollten wir eine Plattform schaffen. Wir haben das gemeinsam mit Unicef getan und in den vergangenen Jahren sehr viele engagierte Beiträge toller Künstler bekommen. Zum Beispiel Dustin Hoffmanns berühmte Friedensrede kurz vor dem Irakkrieg oder George Clooneys Film „Good Night, And Good Luck“ über die Meinungsfreiheit während der McCarthy-Ära. Auf diesen Spuren hat „Cinema For Peace“ versucht sich weiterzuentwickeln.

Sie verleihen auch „Cinema For Peace“-Awards an kritische Filme.

Bizilj: Ja. Zum Beispiel an Richards Curtis’ „The Girl In The Café“. Der Film war Auslöser für die „Live 8“-Kampagne 2005. Interessanterweise hat ihn uns Claudia Schiffer empfohlen. Wir haben ihn dann als großes Vorbild angesehen und den Drehbuchautor Curtis mit einem Award ausgezeichnet. Von Bob Geldof stammte die Idee, ein deutsches Remake angesichts des G8-Gipfels in Heiligendamm zu machen: „Frühstück mit einer Unbekannten“. Wir sind fast täglich in Kontakt mit Bob Geldof, weil der Film Teil einer Kampagne ist, die dazu dient, das öffentliche Bewusstsein für die Probleme und die Armut dieser Welt zu schärfen. Wir wollen, dass die G8-Staatschefs die Öffentlichkeit hinter sich haben, wenn sie in Deutschland zusammenkommen. Es ist ein Skandal, dass in Afrika alle drei Sekunden ein Kind an den Folgen extremer Armut stirbt, obwohl wir genau wissen, dass sich das verhindern ließe. In Heiligendamm kommen Menschen zusammen, die das ändern können.

Gilt es unter Künstlern inzwischen als cool, sich sozial zu engagieren?

Bizilj: Leute wie George Clooney und Bob Geldof sind Ikonen unserer Zeit und sorgen für ein öffentliches Bewusstsein, wie es die Politik vielleicht nicht kann. Wir arbeiten aber nicht gegen die Politik, wir wollen miteinander etwas Positives bewirken. Das Beispiel George Clooney zeigt, dass das auch ein zweischneidiges Schwert sein kann, denn in den USA wurde er wegen seiner Haltung gegenüber dem Irak-Krieg anfangs als „unpatriotisch“ gebrandmarkt. Jetzt, wo alle diesen Krieg als Fehler betrachten, bläst jedoch kaum noch jemandem der Wind ins Gesicht. Vor drei Jahren wurde aber noch gewaltiger Druck auf Künstler ausgeübt. Man kann sich für diese Themen nur engagieren, wenn man wie Tim Robbins oder Susan Sarandon zu hundert Prozent dahinter steht und für seine eigene Meinung notfalls auch in Kauf nimmt, dass die eigene Karriere darunter leidet.

Ihre Initiative ist noch sehr jung. Wie haben Sie es geschafft, in kürzester Zeit an so viele weltberühmte Künstler heranzukommen?

Bizilj: Ich denke, das ist die Kraft der Idee, die völlig unabhängig ist von einer Person, die das alles verwaltet und organisiert. Der Einfluss von Künstlern auf die Gesellschaft ist groß. Das haben in der Vergangenheit viele Filme bewiesen, auch in negativer Form. Wenn Sie sich beispielsweise die Nazi-Propagandafilme anschauen, die ein ganzes Volk fasziniert und in eine falsche Richtung geführt haben. Film hat einen unheimlich starken Einfluss auf das, was Menschen denken, wie sie empfinden und wie sie etwas definieren. Es werden zwar so viele Bücher gekauft wie noch nie, aber oft gar nicht gelesen. Stattdessen verbringen Kinder, Jugendliche und Erwachsene immer mehr Zeit vor dem Fernseher oder im Kino. Damit ist auch die Verantwortung der Filmschaffenden größer denn je. Bevor jedoch ein Missverständnis aufkommt: „Frühstück mit einer Unbekannten“ ist vor allem ein Unterhaltungsfilm. Aber mit einer wertvollen Botschaft. Iris Berben, die die Rolle der Bundeskanzlerin spielt, sagte aus zeitlichen Gründen zweimal ab. Nach einem persönlichen Gespräch konnte sie die Rolle schließlich doch noch möglich machen. Daraufhin wurde sie lustigerweise in der Presse mit Angela Merkel verglichen.

Hat Kunst die Macht, Weltpolitik konkret zu beeinflussen?

Bizilj: Es ist ein Zusammenspiel: Man muss immer versuchen, auf verschiedenen Ebenen Einfluss zu nehmen. Dann wird die richtige Stimmung entstehen, um etwas zu bewegen. Wir haben zum Beispiel eine Kampagne mit „Bild“ beschlossen, bei der Bob Geldof vor dem G8-Gipfel einen Tag lang Chefredakteur sein und den Inhalt bestimmen wird. Außerdem wird es ein besonderes Kulturereignis mit Herbert Grönemeyer und Campino geben.

Linke Aktivisten rufen zum Widerstand gegen das G8-Treffen auf: Für sie stehen die sieben führenden Industrienationen und Russland für „sozial ungerechte, ökologisch unverantwortliche und militärisch imperiale Politik“. Ist Protest auch wichtig?

Bizilj: Ansichtssache. Ich persönlich bin der Meinung, man muss aus dem System heraus etwas verändern. Es bringt nichts, wenn jemand randaliert oder Molotow-Cocktails wirft. Politik ist heute transparent und beeinflussbar genug; jeder kann seine Meinung sagen und erhält die Möglichkeit, in einem demokratischen Prozess etwas zu bewegen. Diese Strukturen sollte man nutzen.

Das Gespräch führte Olaf Neumann.

Bewusstsein schärfen, Strukturen nutzen: Jaka Bizilj engagiert sich weltweit in vielen in Hilfsprojekten.Star Entertainment


www.healingthedivide.org
www.data.org
www.cinemaforpeace.com
www.amfar.org
 
 
 
 
 
 
 

 

 


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